Daten zur Geschichte von Oberstedten
817 Schriftliche Ersterwähnung von „Stedti“. Im frühen Mittelalter bildet Oberstedten zusammen mit Mittel- und Niederstedten die Talschaft Stedten.
1263 wird erstmals Niederstedten („Niederstetten“) genannt. Der Ort wird nach 1587 verlassen. 1272 erscheint Oberstedten und 1303 schließlich Mittelstedten („mediocrem Stedin“) in den Schriftquellen. Mittelstedten fällt um 1420 wüst.
Im 13. Jahrhundert ist der edelfreie Herr Wortwin von Steden hier ansässig. Er gründet die Burg Hohenberg (Homburg) und verkauft sie um 1200 an Gottfried I. von Eppstein.
1433 Oberstedten gelangt mit der Burg Hohenberg an Gottfried III. von Eppstein und teilt fortan -beinahe stets- das Schicksal Homburgs. So gehört der Ort z. B. auch ab 1622 zur Landgrafschaft Hessen-Homburg und besitzt erst ab 1866 denselben Landesherrn wie Oberursel - den preußischen König.
1526 Einführung der evangelischen Religion. Der Kirchenneubau von 1706/1715 dient nach einem Umbau von 1954/1955 noch heute als Gotteshaus.
1622 Der Ort wird während des Dreißigjährigen Krieges geplündert, von Brandschatzung jedoch verschont. Zur Feuerbekämpfung entsteht 1634 eine Pflicht-Feuerwehr. 1907 gründet sich die Freiwillige Feuerwehr.
1813 Bei der Aufteilung der Hohen Mark (Waldgenossenschaft), deren Waltbote (Gerichtsherr) einst Wortwin von Stedten war, erhält Oberstedten wie die anderen Markgemeinden anteilig Gelände.
1827 Neubau einer Schule und Verkauf des 1691/1693 errichteten Schulhauses. 1901 wird die Schule umgebaut und dient 1966-1972 schließlich als Rathaus.
1848 Revolution: Absetzung und Neuwahl von Bürgermeister und Ortsvorstand.
1909/1910 Bau des Jüdischen Genesungsheims des Frankfurter Eduard und Adelheid Kann-Stiftung. 1935 und 1938 Demolierung des Hauses und Vertreibung der Bewohner. Seit 1957 befindet sich dort die heutige Reformhaus-Fach-Akademie.
1936/1938 Einrichtung des Reichssiedlungshofs, 1939 zum Teil umgewandelt in ein „Dulag Luft“ (Durchgangslager der deutschen Luftwaffe), 1945-1993 amerikanisches Militärgelände.
1964 Weihe der neu erbauten katholischen Kirche St. Petrus Canisius.
1972 Im Rahmen der hessischen Gebietsreform Eingliederung der Gemeinde Oberstedten in die Stadt Oberursel (Taunus) zum 1.4.1972. Ein Ortsbeirat wahrt seit Oktober 1972 die Interessen des Stadtteils.
Heute leben in Oberstedten fast 6.000 Einwohner
Texte: Andrea Bott (Stadtarchiv)
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Oberstedten
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Taunushalle
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1967 Fertigstellung der Mehrzweckhalle „Taunushalle“.
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